Bernds total tiefsinniger „Ich bin so geil, ich hab 5 Finger an jeder Hand“ Aufsatz:

In letzter Zeit lese ich immer wieder Sätze wie „Ich bin stolz Österreicher zu sein“, oder „Wer kümmert sich um uns Österreicher?“ usw.

Das find ich bissl komisch, weil stolz darauf zu sein in (irgend)einem Land einfach nur geboren zu sein, ist circa so, wenn man sagt: „Wow. Ich bin so geil. Ich hab 5 Finger an jeder Hand!“

Worauf man aber stolz sein kann, ist das was man daraus macht. Mit seinen Händen, oder mit dem Fakt in Österreich geboren worden zu sein.

Deswegen ein voll arger Gedanke:

Anstatt sich stundenlang auf Facebook mit wildfremden Menschen zu befetzen, wer mehr Rechtschreibfehler macht, wer jetzt der bösere Nazi oder der weltfremdere Gutmensch ist: Einfach die Zeit nutzen und überlegen, ob ich vielleicht was Sinnvolleres machen könnte.

Hier eine kleine Grafik als Hilfestellung. Sie ist weder vollständig, noch will ich jemand vorschreiben wo und wie man spendet oder hilft. Es gibt auch viele kleine Hilfsprogramme.

Man kann z.B. auch mal einfach einem Obdachlosen in der U-Bahn eine Semmel oder einen Tee kaufen.

infografik

Was ich sonst noch empfehlen kann:

  • Viel lesen, sich informieren. Auch mal Texte von Seiten mit komplett konträren Meinungen lesen.
  • Menschen, die einem eigentlich wichtig sind, nicht einfach auf Facebook „entfreunden“, sondern ein persönliches Gespräch suchen.
  • Vielleicht auch mal nach z.B. Traiskirchen oder zu einem der Bahnhöfe etc. fahren und sich selbst ein Bild machen. Mit Anrainern und Flüchtlingen reden.

Am Ende des Tages wird man vielleicht feststellen, dass nicht alles Schwarz/Weiß ist.

Viele Menschen helfen einfach spontan, ohne sich jetzt groß Gedanken um politische Gesinnung zu machen. Das ist großartig! Die als „weltfremde Gutmenschen“ zu beschimpfen und selbst faul vor Facebook zu sitzen ist eigentlich sehr traurig, wenn man ehrlich zu sich selbst ist.

Genauso ist es, mmn. nicht richtig, gleich die „Nazi-Keule“ auszupacken, nur weil jemand nicht 5x am Tag C02 neutral nach Traiskirchen schwebt, um Fairtrade Kleidung zu verteilen. Das wird auch keine Probleme lösen.

Es gibt sie zweifelsohne, die hoffnungslosen Fälle, oft verbirgt sich aber einfach ein Mensch mit Ängsten dahinter. Und darüber sollte man eigentlich immer reden können.

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